Abhyanga - Ölmassagen selbst gemacht!

Der Ayurveda ist das Wissen vom Leben. So ganzheitlich wie das Leben ist, so ganzheitlich sollte unser Körper, Geist und unsere Seele betrachtet werden. Ein gesundes und glückliches Leben ist nur möglich, wenn diese drei Bereiche in Ausgeglichenheit und Harmonie im Einklang sind.

Ashvagandha ÖlÖlmassagen sind im Ayurveda ein sehr wichtiger Teil der Tagesroutine, sowie das frühe Schlafen gehen, eine ausgewogene Ernährung, Yoga und Meditation. Das tägliche Abhyanga reinigt nicht nur die Haut, da ein geeignetes Öl Stoffwechselabbauprodukte in den Zellen lockert, so dass Ablagerungen in der Haut, den Nieren und Darm leichter ausgeschieden werden können. Nach jeder Massage werden Stoffwechselrückstände vom Körper entfernt. Natürlich ersetzt eine Selbstmassage keine gezielt angewendete Massage eines Ayurveda-Therapeuten, aber für das tägliche Wohlgefühl ist sie sehr sinnvoll.

Ayurvedische Ölmassagen bringen Ruhe

Ölmassagen entspannen durch die Streichbewegungen den Körper und bringen Ruhe in den Geist. Es geht darum, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, bewusst den Körper zu spüren und den Seelenzustand zu fühlen. Allein das bringt sehr viel Harmonie in das Selbst und es hilft, den Tag mit viel Kraft zu beginnen.

Hier noch ein paar positive Auswirkungen vom regelmässigen Abhyanga:

  • im gesamten System werden die Hormone ausgeglichen
  • die Haut wird weicher, strahlender und jünger
  • es regt den Kreislauf an
  • das Nervensystem wird beruhigt und gestärkt, dadurch wird das Einschlafen bzw. der Schlaf verbessert
  • Muskeln, Gewebe und Gelenke werden geschmeidig und kräftig
  • unterstützt die Verdauung
  • entfernt Toxine
  • wirkt harmonisierend auf die Gefühle und das Herz
  • der ganze Körper wird belebt

Das richtige Ayurveda Öl

Es ist von höchster Wichtigkeit für das Abhyanga ein hochwertiges Pflanzenöl zu benutzen. Die meisten Körperpflegeöle basieren auf Mineralöl, gerade wenn es bei den Inhaltsstoffen nicht erwähnt wird. Mineralöl ist ein Nebenprodukt der Erdölgewinnung. Man darf nicht vergessen, dass Erdöl eine tote Substanz ist, der schwefelige Geruch muss erst durch chemische Destillation entfernt werden. Noch dramatischer ist es, dass Mineralöl unverdaulich ist und zudem noch ins Blut übertritt und die Vitamine A,D,E und K bindet, bis sie im Stuhl ausgeschieden werden. Das bedeutet, dass der Körper auf diese wichtigen Vitamine nicht zugreifen kann.

Rein pflanzliche Öle ohne Zusatzstoffe sind ideal für das tägliche Abhyanga:

  • Sesamöl, wärmt den Körper am besten von allen Pflanzenölen, dringt leicht in die Haut ein und versorgt die Haut mit essentiellen Fettsäuren
  • Olivenöl, ein kühlendes Pflanzenöl, besonders geeignet für Pitta-Typen oder die heiße Jahreszeit
  • Mandelöl, es gleicht Vata aus, ist sehr sanft und schonend, dringt aber im Vergleich zum Sesamöl weniger leicht in die Haut ein und regt auch den Stoffwechsel weniger an
  • Kokosöl ist das kühlendste Öl von allen Pflanzenölen, es ist empfehlenswert bei starken Pitta-Störungen und bei heißen Außentemperaturen
  • Sonnenblumenöl wird wenig benutzt, nur wenn man Sesamöl nicht verträgt, da es den Stoffwechsel nicht besonders aktiviert
  • Ayurveda Öle sind natürlich am Besten, weil sie wertvolle Kräuterextrakte enthalten. Sie sind seit Jahrtausenden in ihrer Rezeptur überliefert und daher bewährt in ihrer Anwendung und Wirkung. Es gibt Öle mit verschiedenen Kräutern (z.B. Mahanarayana-Öl, Ayurveda Massageöl) oder auch solche, die nur einen Kräuterextrakt enthalten (z.B. Ashvagandha-Öl, Brahmi-Öl oder Shatavari-Öl). Diese können entsprechend der Eigenschaften der Pflanze eingesetzt werden.